|
Bakevellia ceratophaga SCHLOTHEIM 1820 Die häufigste Muschel in den Zechsteinriffen ist Bakevellia. Im deutschen Zechstein werden oft zwei Arten unterschieden die längliche Bakevellia ceratophaga SCHLOTHEIM (1820) und Bakevellia antiqua MÜNSTER (1836), eine Form mit hohen Klappen die meist deutlich größer ist.
linke Klappe, Maßstab 5mm. Fundort: Altensteiner Höhle bei Schweina. Die im englischen Zechstein aufgestellten Arten B. sedgwickiana KING (1848) und B. binneyi BROWN (1841) sind mit den deutschen Formen identisch, d.h. „homonym“. Das Vorrecht gilt aber immer dem ältesten Namen - der Erstbeschreibung. Jüngere Homonyme werden automatisch ungültig wenn sich herausstellt, daß die gleiche Art schon einmal beschrieben wurde und bereits einen Namen besitzt. Manchmal ist die Sache mit den wissenschaftlichen Namen aber komplizierter. So auch in diesem Fall: Der Name Avicula (heute: Bakevellia) antiqua den MÜNSTER (1836) vergeben hatte, war schon durch A. antiqua DEFRANCE (1816) belegt. Damit fällt dem nächstältesten Synonym (B. binneyi BROWN (1841)) der Vorrang zu. LOGAN (1967) unterscheidet neben B. binneyi und B. ceratophaga noch eine B. bicarinata. Letztere wird von den meisten Autoren aber nur als eine „Variation“ der Art ceratophaga aufgefasst.
Literatur
|