Bivalven (Muscheln)

Abb. 1 Eine kleine Auswahl der Muscheln die im Altensteiner Riff vorkommen
oben links: Parallelodon striatus, oben rechts: Liebea squamosa,
unten links: Bakevellia ceratophaga (var. bicarinata), unten rechts: Pseudomonotis speluncaria

In den Zechsteinriffen findet man etwa 10 Muschel-Arten. Eine genaue Zahl läßt sich beim derzeitigen Wissensstand nicht angeben. Es ist möglich, daß sich hinter einigen der beschriebenen Formen in Wirklichkeit mehrere Arten verbergen. Noch wahrscheinlicher ist, daß einige der beschriebenen Arten nur „Faziestypen“, oder besser Ökophänotypen sind, also mehrere Namen zu einer echten biologischen Art gehören.
Darüber hinaus ist bei sehr kleinen Formen, die Erhaltung oft zu schlecht für eine genaue Diagnose. Einige der beschriebenen Arten z.B. ?Cleidophorus oder ?Nuculana sind sehr unsicher.

In den Riffen des nordwestlichen Thüringer Waldes treten aber mindestens 8 gut unterscheidbare Gattungen auf. Muscheln sind in den Zechsteinriffen etwa so formenreich und mindestens ebenso individuenreich wie die Brachiopoden.

Muscheln sind schlechte Leitfossilien, weil sich die einzelnen Arten oft über lange Zeiträume (Jahrmillionen) kaum verändert haben. Aber sie sind hervorragende Faziesanzeiger: Die Lebensweise einer Muschel läßt sich leicht aus der Form der Klappen ableiten und gibt wichtige Hinweise auf die Umweltbedingungen.

Hier geht es zu den einzelnen Bivalven-Arten die in den Zechsteinriffen vorkommen:
(Sie können statt der Links auch die Schaltflächen am linken Bildrand verwenden)

Schizodus obscurus SOWERBY 1822
Liebea squamosa SOWERBY 1829
Bakevellia ceratophaga SCHLOTHEIM 1820
Pseudomonotis speluncaria SCHLOTHEIM 1816
Parallelodon striatus SCHLOTHEIM 1816
Permophorus costatus BROWN 1841
Stutchburia modioliformis K
ING 1850
Streblochondria pusilla SCHLOTHEIM 1816
Elimata permiana KING 1848

 

Literatur

  • LOGAN, A. (1967): The Permian Bivalvia of Northern England.- 72 pp., Monographs of the Palaeontological Society, London.